Über VIDIS

Die VISION

Digitale Kompetenzen stärken mit und über Medien – darum setzen wir dieses Projekt um. Digitale Identitäten sind der Schlüssel zur digitalen Transformation und durch die Zusammenarbeit aller 16 Länder bündeln wir Synergien für eine einheitliche digitale föderale Bildungsinfrastruktur.

Sichtbar, zugänglich und rechtlich abgesichert.

Das Projekt

„VIDIS“ steht für „Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen“.

Damit ist der Vermittlungsdienst die operative Schaltstelle zwischen den Identitätsanbietern (Identity Provider, IdP) und den Diensteanbietern (Service Provider, SP). Er regelt die Zusammenarbeit zwischen den Identitätsanbietern und den Diensteanbietern, schafft damit den Zugang zu den Dienstleistungen, setzt Standards, stellt Regeln und Normen auf, beschreibt und steuert Prozesse, sorgt für eine reibungslose Ab- und Anmeldung bzw. Akkreditierung, damit beide Seiten die Dienste nutzen können. Des Weiteren stellt der Vermittlungsdienst die laufende technische Weiterentwicklung sicher und stellt eine Kommunikationsplattform für die Beteiligten bereit.

Aufgaben und Ziele

Die Nutzung und Bedeutung digitaler Medien hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Digitale Medien prägen die Lebenswelten von Schüler/innen. Die digitale Transformation hat massive Auswirkungen auf die Bildungsprozesse und die damit verbundene Bildungsinfrastruktur der 16 Länder. Sie endet nicht an deren Grenzen, sondern ist eine gemeinsame, länderübergreifende Herausforderung.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) setzt mit ihrer im Dezember 2016 veröffentlichten Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ verbindliche Maßstäbe für die Digitalisierung der Bildungssysteme der Länder und benennt in diesem Zusammenhang auch Anforderungen an eine zu entwickelnde Bildungsinfrastruktur:

  • allgemeine Auffindbarkeit von Bildungsmedien
  • allgemeine und jederzeitige Verfügbarkeit von Bildungsmedien
  • allgemein verbindliche technische Schnittstellen
  • öffentliche Dokumentation

„VIDIS – Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen“ versteht sich als Antwort auf den länderübergreifenden Teil, der von der KMK formulierten technischen und organisa­torischen Anforderungen. In der Verwaltungsvereinbarung des „DigitalPakt Schule“ ist festgehalten:

„Entwicklung von Infrastrukturen, insbesondere mit einem gemeinsamen Vermittlungsdienst unter Berücksichtigung bestehender Systeme in den Ländern;“
(„Anlage 1 der Verwaltungsvereinbarung des DigitalPakt Schule 2019 bis 2024 – länderübergreifende Investitionsmaßnahme, §3 Absatz 3 in 2.c)cc)“)

Die Vernetzung bereits vorhandener bzw. geplanter ländereigener Identitätsdienste (Identity Provider) über einen zentralen Identitäts-Vermittlungsdienst ist eine Schlüsselaufgabe, um Nutzerinnen und Nutzern einen gesicherten Zugriff auf digitale Materialien und Dienste von Anbietern (Service-Provider) zu ermöglichen.

Dieser Vermittlungsdienst legt Zugangs- und Kommunikationsregeln für alle Teil­nehmer/innen fest, sichert deren Umsetzung durch Akkreditierungsverfahren und betreibt einen technischen Service, der eine datenschutzkonforme und sichere Kommunikation zwischen den teilnehmenden Parteien ermöglicht. Hierfür werden standardisierte Schnittstellen bereitgestellt.

Lehrkräfte und Schülerinnen/Schüler benötigen nur eine Anmeldung, um alle für sie zugänglichen Services nutzen zu können (Single-Sign-On).

Zusammenfassend gelten folgende Hauptanforderungen:

  • gesicherter Zugang auf Online-Dienste auf allen Ebenen,
  • Aufbau von Prozess- und Kommunikationsstrukturen,
  • Datenschutz-, Rechts- und Vertragssicherheit.

Das Projekt SODIX/mundo

Die bundesweite Bildungsmedieninfrastruktur SODIX mit der frei zugänglichen Bildungsmediathek mundo.schule der Länder ist das zweite Projekt des FWU. Zielsetzung dieses Projektes ist der Aufbau einer ländergemeinsamen Bildungsmedien­infrastruktur.